Beginner Soundsystem ft. Denyo & EiziEiz / Frau Berger

Beginner Soundsystem ft. Denyo & EiziEiz / Frau Berger
Freitag | 15. Februar 2019 | 23:00 Uhr


Es ist schon ne Weile her, als das BEGINNER SOUNDSYSTEM bei Frau Berger zu Gast war. Eine Neuauflage ist daher schon längst überfällig- dieses Mal gibt’s aber eine KLEINE Neuerung.
Für 2 Events dieses Jahr gibt’s das Beginner Soundsystem in einer anderen Besetzung, und einer davon findet am 15.02. bei uns in Ulm in der Frau Berger statt!
Dieses mal bei uns am Start:

DENYO & EIZI EIZ aka JAN DELAY aka DJ Flashdance

werden ein DJ Set der Extraklasse abfeuern und den Keller zum kochen bringen.

Wenn das mal keine 2 bomben Gründe sind für einen Abend, welcher in die Geschichte eingehen wird. Es ist uns eine Ehre dieses Gespann bei uns in der Berger begrüßen zu dürfen und freuen uns jetzt schon ein Loch in unsere 4 Buchstaben!

support gibt’s von keinem geringeren als dem Ulmer Hip Hop Dino DJ T-REX- er kennt sich in der Berger bestens aus und hat mit Denyo & Jan schon die ein oder andere Sause zelebriert!

Über Denyo & Eizi Eiz müssen wir glaube keine Worte verlieren oder? Wir machen’s trotzdem:

DENYO:
Dennis Lisk alias Denyo hat den deutschen Rap in den Neunziger Jahren entscheidend mitgeprägt. Die Alben „Flashnizm“ (1996) und ganz besonders „Bambule“ (1998) von Absolute Beginner gelten in der HipHop-Kultur hierzulande noch immer als Meilensteine – letzteres hielt sich sagenhafte 60 Wochen in den Charts. Später verkürzten Denyo, Jan Eißfeldt (auch bekannt als Jan Delay) und DJ Mad den Bandnamen auf Beginner und brachten „Blast Action Heroes“ (2003) heraus und während ihre Fans auf das langerwartete und heißersehnte neue Album warten, bringt Denyo mit dem Trio Symbiz sein drittes Soloalbum („Derbe“) heraus. Über den Schlüsseltrack „Elbtunnelblick“ heißt es im Pressetext, er changiere „zwischen einem tiefenentspannten, wohlig vertrauten Soul-Sample und einem hyperaktiven Hitech-House-Beat. In diesem Hochspannungsfeld reflektiert Denyo die zurückliegenden Jahre – und kickstartet damit die nächste Runde seiner Rap-Karriere: ‚Helm auf, Vollgas, Elbtunnelblick‘.“

Eizi Eiz aka Jan Delay:
Es wäre heut‘ nicht wie es ist, wär‘ es damals nicht gewesen wie es war! 1991 gründete der damals 15-jährige Jan mit u.a. Denyo, DJ Mad und Platin Mardin die Gruppe Absolute Beginner. Ihre Vorbilder waren Public Enemy und Advanced Chemistry, jedes Wochenende fraßen sie Kilometer auf der A7 und sammelten Fleißbildchen auf den Jams und Jugendhausbühnen des Landes. 1992 erschien auf dem „Kill The Nation With A Groove“-Sample ihr erster Song, die ACAB-Hymne „K.E.I.N.E.“.1993 folgte die erste EP „Gotting“ beim Hamburger Indie-Label Buback. Der Rest? Ist Gestyle.
„Viele verschiedene Stile, jedoch sind wir aus einem Holz geschnitzt.“ Die Zeile aus der „Ill Styles“-EP war das Mission Statement jener Zeit. Mit Live-Drums, Samplern, Plattenspielern und Moog-Synthesizern entwickelten die Abeez in einer gefühlten Endlos-Jam ihren eigenen Hip-Hop-Sound. Der Groove vom Funk. Die Attitüde von Punk. Beats aus NYC und LDN. Bässe aus Kingston. Texte aus der Roten Flora. Alles kam zusammen auf der ersten LP „Flashnizm (Stylopath)“. Die ist bis heute die spirituelle Grundlage für Jans Umgang mit Regeln und Genregrenzen. Free your mind and your ass will follow!
Die späten Neunziger waren die Goldene Ära des deutschen Hip-Hop. Und Jan war einer ihrer Spiritus Styler. Er gründete das Eimsbush-Label und vertickte das legendäre Demotape von Dynamite Deluxe. Er hing mit der Mongo-Clikke im sagenumwobenen „Eimsbush Bassment“ ab und machte rund um die Uhr Beats und Reime klar, als gäbe es kein Morgen. Mit den Absoluten Beginnern legte er zudem den Albumklassiker jener Ära vor. „Bambule“ war Raps trojanisches Pferd auf dem Ritt durch die Instanzen der Industrie – und veränderte für immer, wie wir reden, was wir rocken und wozu wir raven.
Schon 1999 hatte Jan aus Nenas „Irgendwie Irgendwo Irgendwann“ eine Roots-Reggae-Palme geschnitzt. Nun legte er ein komplettes Album nach. „Searching For The Jan Soul Rebels“ war Jans Antwort auf das Platzen der Deutschrap-Blase und seine Rolle als Popstar wider alle Wahrscheinlichkeit. Den Abturn konterte er mit Haltung und Hymnen für die Ewigkeit. „Ich möchte nicht, dass ihr meine Lieder singt!“ wurde sein Mantra, Jan Delay seine neue Identität als Künstler. Nebenbei macht er als La Boom gemeinsam mit Kaspar „Tropf“ Wiens – noch heute sein Produktionspartner und Soundhaudegen – grandios verballerten, instrumentalen Schnipsel-Hop für alle Queens Of The Stoner Age. Heavy Heavy Listening!
Beginner back (Rick-Ross-Stimme). Das „Absolute“ strichen die drei aus dem Bandnamen. Ihr sprichwörtliches Versprechen „Wir werden weiterrocken“ aber hielten sie. Auf dem Comeback-Album „Blast Action Heroes“ trafen sich hanseatischer Humor und salonfähiger Swag, der Bumms von Outkast und Jay Z und die Samplekunst der alten Schule. Dafür gab es die erste Nummer-Eins-Platzierung in Jans Karriere – und fette Festivalshows mit Konfetti und Kuscheltierkostüm als Zugabe. Back in town. Abersowasvon.
Wieder folgte auf den großen Erfolg das große Experimentieren. Als DJ Flashdance spielte er Michael Jackson und Chic. Als Fan Jan Phillip Eißfeldt hörte er Meters und Crusaders. Als Künstler Jan Delay wollte er die ultimative Tanzplatte aufnehmen. Heraus kamen „Mercedes-Dance“ und ein musikalischer Neuanfang. Der erste Gig mit der Disko No. 1 im niedersächsischen Städtchen Vechta war noch ein Experiment mit offenem Ausgang. Das abschließende Konzert im Hamburger Stadtpark wurde zum triumphalen Heimspiel. Und der Mercedes-Dance rollt bis heute.
„Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ war in jeder Hinsicht die konsequente Fortsetzung von „Mercedes-Dance“. Noch mehr Funk. Noch mehr Seele. Noch mehr Euphorie. Und während der Disko-Express mit jeder Show geschmeidiger gen Vollendung glitt, zelebrierte Jan Delay die Vielseitigkeit. Er rappte mit Marteria und Haftbefehl. Er sang mit Udo Lindenberg und Moonbootica. Und nebenbei zerlegte er gemeinsam mit den Beginner-Brudis die ganz großen Festivalbühnen. Ob Air Max oder Lackschuh, „Wetten, dass…?“ oder Splash! – wenn die Torte spricht, haben auch die Kuchen Pause.
Jan veröffentlicht sein lange geplantes Rock-Album. Es ist mal angriffslustig und ätzend, mal alles umarmend und voller Liebe. In den zwölf Stücken stecken Rage und Ramones, Lenny und Lemmy, Nina und Udo, Punkrock und Powerpop, der Sound der frühen Arctic Monkeys und der Geist der Hamburger Schule. „Hammer & Michel“ ist Gitarrenmusik, zu der Mädchen tanzen wollen – mit gerecktem Mittelfinger und Melodien für Millionen. Welcome to Ham-Rock!
http://www.jan-delay.de